Hier erzähle ich euch etwas über mich und meine Mopeds.

Ich bin Jahrgang 1961, ein hervorragender Jahrgang (zumindest bei Bordeaux-Weinen).
Ich lebe in einem kleinen Dorf am nordöstlichen Rand des Westerwald. Ich habe um mich herum eines der schönsten Mopedreviere Deutschlands. Den Westerwald mit dem berühmten Gelbachtal, den Taunus, Vogelsberg, Sauerland und bergisches Land. Alles innerhalb einer Stunde erreichbar.
Meine Hobbys sind Elektronik, Motorrad und Eisenbahn. Letzteres habe ich aber im Moment etwas eingefroren, zugunsten des Motorrades. Mein erstes Hobby habe ich aber zu meinem Beruf gemacht.

Mein Werdegang als Biker fing an mit einem Herkules Mofa, da war ich gerade 14 Jahre alt. Natürlich wurde auch mit größeren Maschinen schwarz gefahren, so mit einer NSU 250 OSL. Das ist aber zum Glück verjährt, so kann ich es heute ungeniert zugeben ;-) Als ich 18 war, das war 1979, durfte ich die Maschine meines Bruders bewegen; eine Kawa Z900, ein Höllenbike.
Danach war erst mal Schluß mit Moped, Autofahren war angesagt. 1992 hatte es mich wieder gepackt. Es sollte ein billiges Moped sein, mit dem ich ins Büro fahren konnte. Also kaufte ich mir eine Honda CL 250 Scrambler.

Die CL 250 ist natürlich nicht gerade ein Moped zum Tourenfahren, mit 17 PS und 170 kG muß man beim Überholen schon eine lange Gerade vor sich haben.
Dafür ist sie billig in der Unterhaltung und fast wartungsfrei. Trotzdem kamen in 7 Jahren nur rund 7000km zusammen. 1999 mußte es dann was größeres sein. Durch Zufall sah ich bei einem Kawa-Händler eine ER-5 stehen und sofort stand für mich fest:
Die mußte es sein. Bei meinen kurzen Beinen, ich bin 176cm groß (oder klein) passte sie perfekt zu mir. Dazu ein schönes Motörchen mit 50 PS, da machten auch längere Touren Spaß.

Mittlerweile war mein Sohn auch begeisterter (Mit)fahrer. Wir beide machten jedes Jahr viele Touren. So im Jahr 2000 eine mehrtägige Tour entlang der Mosel bis nach Frankreich

Sieht doch einfach schön aus, die ER-5
Voll bepackt gehts los!
Bei Schwarzgeldbesitzern sehr beliebt: Der Grenzübergang in Wasserbillig

Nach 3 Jahren und fast 20.000km war mir die ER-5 aber dann doch zu klein. 2 "Männer" und 3 Koffer waren der Kleinen doch auf Dauer zu viel, vor allem wenn man auf der Dosenbahn war.
Nach einer Tour ins Elbsandsteingebirge im Frühjahr 2002 stand mein Entschluß fest: Ein großes Moped muß her. Wieder half der Zufall. Ich sah bei einem Händler eine GPZ 1100 stehen und habe sie 3 Tage später gekauft.
Das war nun ein richtiger Tourer. 1100ccm, 125 PS. Spitzengeschwindigkeit: über 270km/h

Allerdings störte mich an der GPZ von Anfang an der Stummel-Lenker. Also habe ich mittlerweile auf Superbike-Lenker umgerüstet.
Damit hat man ein super Handling, man merkt jetzt fast nicht mehr, das man fast 300kg bewegt. Alle auf der Elektronikseite beschriebenen Zusatzgeräte sind auch an der GPZ montiert und getestet.

Mit Freunden im Oktober 2002 vor dem Friedel Münch Motoren Museum in Laubach
Das war schon etwas besonderes, die Motorradlegende Friedel Münch persönlich zu treffen und mit ihm zu reden.
Ein paar Bilder von Ausflügen mit meinem Sohn und "der besten Ehefrau von allen"
2007: Timo hat seit August 2007 seinen Führerschein und ein eigenes Motorrad, eine MZ 125RT.
2008: Auch unsere Tochter Melissa macht Touren mit mir.
2009:
Timo hat seinen A-Führerschein gemacht. Sein neues Moped ist eine ZZR-600 in sehr gepflegtem Zustand.
Ja, das ist immer noch meine alte GPZ. Nach nunmehr 120.000km störungsfreien Kilometern war mal eine optische Aufwertung nötig.
Eine Neulackierung in Lamborghini-Orange und Obsidian-Schwarz, polierte Felgenränder und eine kürzere Übersetzung bekam sie spendiert.
Ich hoffe, das ich noch viele Km mit ihr unterwegs sein kann.